Die Beifahrer

Während es im Regelsport zum Teil sogar noch erlaubt ist bei einzelnen Prüfungen ohne Beifahrer an den Start zu gehen, haben es sich die behinderten Einspännerfahrer aus Sicherheitsgründen selber zur Auflage gemacht nie ohne Beifahrer zu fahren, und zwar nicht nur auf Turnierplätzen, sondern möglichst bei jedem Training, bei jeder Ausfahrt!

Auch an die Ausbildung der Beifahrer werden, vor allem wenn es um den Turniersport geht, höhere Anforderungen gestellt. Ein Fahrabzeichen der Klasse 4 sollte es schon sein! So ist sichergestellt, dass das Gespann jederzeit vom Beifahrer übernommen werden kann.

Natürlich übernehmen Helfer und Beifahrer, je nach Behinderung des Fahrers, auch die übrigen Tätigkeiten ganz oder teilweise: die Arbeiten im Stall, das dressurmäßige Reiten des Pferdes, Pflege und Umbau der Kutsche, das An und Ausspannen. Und, da wo es nötig ist, helfen sie bei vielen persönlichen, zum Teil auch recht intimen Dingen. Auf jedem Turnier ein anderer Beifahrer und Helfer, je nach dem wer gerade Zeit und Lust hat?

 Nein, bei den Fahrern mit Handicap ist es oft über viele Jahre hinweg der selbe Helfer, der selbe Beifahrer, jemand, der sich der Tatsache bewusst ist, dass dieser Job ein Vielfaches an Einsatz und Verantwortung erfordert.