V. Deutsche Meisterschaft der behinderten Einspännerfahrer

 

Werner Borgmann heißt der Deutsche Meister 2005, der am vergangenen Wochenende in Esperstoft / Schleswig-Holstein zum dritten Mal den Titel des Deutschen Meisters der behinderten Gespannfahrer erringen konnte.

 

Bereits am Freitag legte der Westbeverner mit einer ausgezeichneten Dressurvorstellung den Grundstein für seinen Erfolg. Mit seiner nervenstarken Warmblut-Stute Riva B und Sohn Thorsten als Beifahrer siegte er mit 43,0 Punkten deutlich vor dem zweit-platzierten Markus Beerhues (47,33 P.) und Heiner Lehrter, der mit 50,33 Punkten auf Platz 3 landete.

Am zweiten Turniertag, dem Tag der Geländeprüfung, konnten allerdings beide Verfolger einiges an Boden gut machen: Heiner Lehrter holte mit 28,04 Punkten den ersten Platz im Marathon und damit gute 3 Punkte auf. Markus Beerhues belegte mit 30,5 Punkten den zweiten Platz und verkürzte den Abstand um immerhin noch 0,72 Punkte. An dritter Stelle Werner Borgmann mit 31,22 Punkten.

Somit musste die Entscheidung in der letzten Teilprüfung, dem Kegelfahren, am Sonntag fallen. Nicht einmal ein Kegelabwurf trennte die drei in Führung liegenden Fahrer. Heiner Lehrter mit seinem Deutschen Reitpony Cholin S musste als erster in den Parcours, leistete sich mit der schnellsten Zeit allerdings einen Abwurf, 5 Strafpunkte. Markus Beerhues absolvierte die Runde mit seinem Westfalen Wimpel fehlerfrei, jetzt lag es an Werner Borgmann. Aber auch er behielt die Nerven: mit einer Nullrunde sicherte er sich den Titel, nach 2001 und 2003 zum dritten Mal.

Überaus erfreulich auch die Leistung der beiden Neucomer: so konnte der Olfener Manfred Nikolaus mit seinem erst vor wenigen Wochen erworbenen Warmblut Waiko nach einem vierten Platz im Gelände und fünften Platz im Kegelparcours in der kombinierten Wertung Platz 4 belegen.

Josef Bödefeld aus Sundern, im Regelsport nur 2-spännig unterwegs, lag mit seinem Haflinger Arino mit zwei Bestzeiten in den Geländehindernissen lange vorne, bis er im letzten Hindernis wegen korrigierten Verfahrens 25 Strafpunkte kassierte und weit zurück fiel. Ein kleines Trostpflaster: im Kegelfahren schaffte er es mit einer sauberen Runde auf Platz 4. 

Auch die einzigen beiden Damen im Teilnehmerfeld zeigten hervorragenden   Sport: Stefanie Vollstedt bewies ihr umfassendes Talent. Nur wenige Wochen nach dem 4. Platz bei den Deutschen Meisterschaften der behinderten Dressur-reiter konnte sie hier als Fahrerin mit Pony Predko überzeugen.

Für Sielke Harde war es wohl die letzte große Vorstellung mit Welsh-Pony Opal: nach einem ausgezeichneten Auftritt bei den Weltmeisterschaften 2004 und einem fünften Platz in der kombinierten Wertung dieser DM wird sie in Zukunft ein neues Pferd anspannen.

Jutta Lehmeyer, Pressesprecherin der IG Fahren für Menschen mit Behinderung e.V.

An der Zechenbahn 49, 49477 Ibbenbüren, Tel: 05451/15979 juttalehmeyer@t-online.de Konto 3148103 KSP Steinfurt 40351060